HITZE VERÄNDERT DEN STADTPLAN.
Welcher Weg ist der richtige, wenn der kürzeste nicht mehr der beste ist?
Ich möchte von einem Ort zum anderen. Gewöhnlich suche ich den kürzesten Weg.
Doch bei großer Hitze verändert sich meine Entscheidung. Schatten, Wasser und Möglichkeiten zum Ausruhen werden wichtiger.
Wann beginnt mein Körper, den Stadtplan neu zu zeichnen?
Eigenständige Audioarbeit
HITZE VERÄNDERT DEN STADTPLAN.
4:04
Transkript
Früher zeigte eine Karte,
wo man schneller ankommt.
Jetzt zeigt sie,
wo man es aushält.
Nicht der kürzeste Weg zählt.
Sondern der schattige.
Nicht mehr:
Wie komme ich hin?
Sondern:
Welcher Weg lässt meinen Körper
nicht zurück?
Die Stadt wird lesbar
an ihren kühlen Stellen.
Bäume werden Infrastruktur.
Schatten wird Orientierung.
Wasser wird Wegmarke.
Und plötzlich ist Klimaanpassung
kein Zukunftswort mehr.
Sie liegt unter den Füßen.
DER FRISCHE WEG IST DER WEG,
DEN DIE HEISSE STADT ÜBRIG LÄSST.
Nicht der kürzeste Weg zählt.
Sondern der schattige.
HITZE VERÄNDERT DEN STADTPLAN Audioarbeit · UN/HEARD · 28.06.2026 · 4:04
Die Audioarbeit verschiebt die Aufmerksamkeit von Geschwindigkeit zu körperlicher Belastung.
Doch ist der schattigste Weg immer der beste?
Hier beginnt die Untersuchung.
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01
Was nehme ich wahr?
Eine Straße ist mehr als eine Verbindung zwischen zwei Orten. Sie hat Oberflächen, Schatten, Luft und Aufenthaltsmöglichkeiten.
Was auf einer Karte gleichwertig erscheint, kann sich körperlich unterschiedlich anfühlen.
Der kürzeste Weg ist nicht automatisch der verträglichste.
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02
Was wirkt bereits?
Ich habe gelernt, Wege nach Entfernung und Zeit zu beurteilen. Navigationssysteme unterstützen diese Gewohnheit.
Aber was bleibt dabei unsichtbar?
Wo kann ich pausieren? Wo gibt es Schatten oder Wasser?
Welche Bedingungen übersehe ich, solange ich nur auf die Ankunft achte?
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03
Wessen Körper bestimmt den Weg?
Menschen erleben Hitze unterschiedlich. Gesundheit, Alter und Mobilität beeinflussen, welche Wege geeignet sind.
Ein Umweg kann Schutz bieten, aber auch zusätzliche Anstrengung bedeuten.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg für alle Körper.
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04
Und was ist mit mir?
Wann nehme ich Schatten wahr? Erst wenn er fehlt?
Wie selbstverständlich entscheide ich nach Geschwindigkeit, ohne meine körperlichen Möglichkeiten und die anderer Menschen zu berücksichtigen?
Auch meine Vorstellung eines guten Weges ist gelernt.
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05
Was verändert sich?
Am Anfang stand: Wie komme ich am schnellsten an?
Inzwischen frage ich: Welche Bedingungen machen einen Weg für unterschiedliche Menschen nutzbar?
Damit verändert sich mein Blick auf die Stadt. Bäume, Schatten und Wasser werden zu möglichen Voraussetzungen für Bewegung und Teilhabe.
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06
Wie untersuche ich weiter?
ZWEI WEGE. EIN ZIEL.
Ich möchte einen direkten Weg mit einer schattigeren Alternative vergleichen.
Was verändert sich in meiner Wahrnehmung, Orientierung und körperlichen Erfahrung?
Ein möglicher CMG Materialraum könnte diese Unterschiede anhand von Karten, Fotografien und Beobachtungen untersuchen – ohne Menschen gefährlicher Hitze auszusetzen.
Möglicher Versuch – noch nicht durchgeführt.
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07
Beziehungen
DIE HITZE HAT KEINEN TÄTER. — Wer trägt Verantwortung für gefährdende Bedingungen?
HITZESCHUTZ IST KEINE FÜRSORGE. — Wie werden Schutzmöglichkeiten gestaltet?
CITY — Für welche Menschen planen wir öffentliche Räume?
HEALTHY — Wie beeinflusst die Umgebung unsere körperlichen Möglichkeiten?
Untersuchungsverlauf
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Ausgang ·
Künstlerischer Impuls
Bezug zum bisherigen Stand
Die Audioarbeit verschiebt den Blick vom schnellsten zum schattigeren Weg.
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Spätere Wiederaufnahme · Perspektivverschiebung ·
Redaktioneller Untersuchungsentwurf
Bezug zum bisherigen Stand
Die Frage erweitert sich auf körperliche Unterschiede und die Nutzbarkeit öffentlicher Räume.
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Spätere Wiederaufnahme · Neues Experiment
Mögliche Fortsetzung
Bezug zum bisherigen Stand
Konkrete Wege vergleichen und bisherige Annahmen überprüfen.
Wo steht die Untersuchung heute?
Ich habe mit der Vorstellung begonnen, dass Hitze den Stadtplan verändert.
Inzwischen frage ich, was einen Weg überhaupt zu einem guten Weg macht.
Geschwindigkeit ist nur ein Kriterium. Körperliche Belastung, Zugänglichkeit und Erholung können ebenso entscheidend sein.
Eine Stadt zeigt sich nicht nur darin, wie schnell wir uns durch sie bewegen, sondern auch darin, unter welchen Bedingungen wir es können.
Die Untersuchung bleibt offen.
Was gibt unseren Wegen Richtung? Zeit, Entfernung, Gewohnheit oder körperliche Erfahrung?
Was verändert sich, wenn wir andere Maßstäbe für unsere Wege wählen?
ICH UNTERSUCHE. UND ICH TEILE.
Steffen Rolla · Künstlerische Untersuchung · Offener Entwurf
Beziehungen — andere Situationen, verwandte Fragen
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Gemeinsame Frage
HITZE IST KEINE MEINUNG.
Wie beeinflusst körperliche Wahrnehmung unsere Wege?
Wie beeinflusst körperliche Wahrnehmung unsere Wege?
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Gemeinsame Frage
DIE HITZE HAT KEINEN TÄTER.
Wann wird der schattige Weg wichtiger als der kürzeste?
Wann wird der schattige Weg wichtiger als der kürzeste?