Wirkfeld
EDUCATION
Wahrnehmung vor der Antwort.
EDUCATION ist das Wirkfeld, in dem Arbeiten und Formate von CMG auf Schulen, Hochschulen und andere Bildungssituationen treffen.
Im Bildungsalltag scheint häufig bereits festzustehen, was eine Aufgabe bedeutet, welche Antwort erwartet wird und woran ein Ergebnis gemessen werden soll. Lernende können dadurch zu richtigen Lösungen gelangen, ohne den Weg zur eigenen Wahrnehmung und Entscheidung vollständig zu durchlaufen.
Künstlerische Setzungen unterbrechen diese vorbereiteten Richtungen. Sie bringen Sprache, Material, Körper, Raum und gemeinsames Handeln in ein anderes Verhältnis.
Dabei wird kein bestimmtes Lernergebnis vorgegeben. Es entstehen Situationen, in denen eine eigene Frage, Wahrnehmung oder Denkbewegung noch möglich ist, bevor sie durch eine erwartete Antwort ersetzt wird.
Was wäre, wenn Lernen nicht sofort zur Antwort wird?
EDUCATION eröffnet Situationen, in denen eine Aufgabe nicht nur erfüllt und Wissen nicht nur übernommen wird.
Eine künstlerische Setzung bringt Sprache, Material, Körper, Raum und Zeit in ein bestimmtes Verhältnis. Im Zusammentreffen mit den Beteiligten entsteht eine Situation, deren Verlauf nicht vollständig festgelegt ist.
Lernende müssen wahrnehmen, reagieren, prüfen, verwerfen und Entscheidungen treffen. Dabei kann sichtbar werden, wie aus einer Wahrnehmung eine eigene Frage, aus Widerstand eine Handlung und aus Wissen ein persönlicher Vollzug wird.
Bildung bedeutet hier nicht nur, etwas zu wissen. Sie bedeutet, den Weg zur eigenen Wahrnehmung und Entscheidung zu durchlaufen.
Wie das Werk in Bildung eintritt
Wie das Werk in Bildung eintritt
Ausgangspunkt ist eine konkrete Bildungssituation: eine Aufgabe, ein Thema, ein Raum, eine Lerngruppe oder eine bereits etablierte sprachliche Ordnung.
Dafür entwickelt Steffen Rolla eine künstlerische Setzung. Sie kann mit Buchstaben, Wörtern, Gegenständen, Klang, Bewegung, räumlicher Anordnung oder einer begrenzten Handlungsregel arbeiten.
Die Setzung wird entworfen. Die Situation entsteht.
Im Vollzug treffen die Setzung, die Beteiligten und die tatsächlichen Bedingungen der Bildungseinrichtung aufeinander. Das Ergebnis ist nicht vollständig vorausbestimmt.
Aus der Situation können materielle Arbeiten, Texte, Bilder, Klangaufnahmen, räumliche Spuren oder weitere künstlerische Fragen hervorgehen.
Mögliche Realisierungen
Mögliche Realisierungen
Eine Schule, Hochschule oder Bildungseinrichtung kann beispielsweise beauftragen:
- eine künstlerische Setzung für eine Lerngruppe
- einen gemeinsamen Vollzug mit Sprache, Körper und Material
- eine ortsbezogene Arbeit im Schul- oder Hochschulraum
- eine zeitlich begrenzte Werkphase
- eine räumliche oder sprachliche Edition
- eine längerfristige künstlerische Zusammenarbeit
- eine dokumentarische oder materielle Spur der entstandenen Situation
Beauftragt wird keine fertige Unterrichtsmethode. Jede Realisierung wird aus dem konkreten Ort, den Beteiligten und der jeweiligen Fragestellung entwickelt.
Keine Unterrichtsmethode
Abgrenzung
EDUCATION ersetzt keinen Fachunterricht und gibt keinen Methodenkoffer vor.
CMG verspricht nicht, Lernleistung, Konzentration, Kreativität oder Motivation messbar zu steigern.
Es schafft Bedingungen, unter denen Lernende ihre Wahrnehmung, ihre Fragen und ihre Entscheidungen als eigenen Vollzug erfahren können.
Nicht
CMG vermittelt bessere Lerntechniken.
Besser
CMG entwickelt künstlerische Situationen, in denen eine erwartete Antwort unterbrochen und der Weg zur eigenen Wahrnehmung und Entscheidung erfahrbar werden kann.
Zusammenarbeit
Zusammenarbeit
EDUCATION kann in Schulen, Hochschulen, Akademien, Bibliotheken, Museen und anderen Bildungsorten realisiert werden.
Die Zusammenarbeit beginnt nicht mit einem fertigen Programm. Ausgangspunkt sind der konkrete Ort, die vorhandene Situation und die Frage, die dort künstlerisch untersucht werden soll.