Wirkfeld

HEALTHY

Körper vor der Bewertung.

HEALTHY ist das Wirkfeld, in dem Arbeiten und Formate von CMG auf Gesundheitsversorgung, Prävention, Pflege und betriebliche Gesundheit treffen.

Im Gesundheitskontext wird der Körper häufig schnell eingeordnet: als gesund oder krank, belastbar oder erschöpft, leistungsfähig oder eingeschränkt. Medizinische und therapeutische Beurteilungen können notwendig sein. Sie erfassen jedoch nicht vollständig, wie ein Mensch seinen Körper in einer konkreten Situation wahrnimmt.

Künstlerische Setzungen bringen Körper, Material, Bewegung, Raum und Aufmerksamkeit in ein anderes Verhältnis.

Dabei wird kein idealer Zustand vorgegeben. Es entstehen Situationen, in denen körperliche Wahrnehmung noch nicht vollständig als Leistung, Defizit oder Symptom festgelegt ist.

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Körper und Aufmerksamkeit – Wirkfeld HEALTHY

Kontexte in Gesundheit

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Was wäre, wenn der Körper nicht sofort bewertet wird?

HEALTHY eröffnet Situationen, in denen der Körper nicht zuerst als funktionierendes, zu behandelndes oder zu optimierendes Objekt erscheint.

Eine künstlerische Setzung bringt Material, Körper, Bewegung, Raum und Zeit in ein bestimmtes Verhältnis. Im Zusammentreffen mit den Beteiligten entsteht eine Situation, deren Verlauf nicht vollständig festgelegt ist.

Menschen müssen wahrnehmen, reagieren, ihre Grenzen bemerken und eigene Entscheidungen treffen. Dabei kann sichtbar werden, wie körperliche Erfahrung entsteht, bevor sie vollständig in Leistung, Defizit oder Diagnose übersetzt wird.

Der Körper erscheint als Ort von Wahrnehmung, Widerstand, Beziehung und eigener Handlung.

Wie das Werk in Gesundheit eintritt

Wie das Werk in Gesundheit eintritt

Ausgangspunkt ist eine konkrete Situation: ein Raum, ein Arbeitsrhythmus, eine körperliche Handlung, eine institutionelle Erwartung oder ein Verhältnis von Nähe und Distanz.

Dafür entwickelt Steffen Rolla eine künstlerische Setzung. Sie kann mit Material, Gewicht, Berührung, Klang, Bewegung, Sprache, Raum oder einer zeitlich begrenzten Handlung arbeiten.

Die Setzung wird entworfen. Die Situation entsteht.

Im Vollzug treffen die Setzung, die Beteiligten und die tatsächlichen Bedingungen der Einrichtung aufeinander. Das Ergebnis ist nicht vollständig vorausbestimmt.

Aus der Situation können materielle Arbeiten, Texte, Bilder, Klänge, räumliche Spuren oder weitere künstlerische Fragen hervorgehen.

Mögliche Realisierungen

Mögliche Realisierungen

Eine Gesundheitseinrichtung, Klinik, Pflegeeinrichtung, Stiftung, Kommune oder ein Unternehmen kann beispielsweise beauftragen:

Beauftragt wird keine standardisierte Gesundheitsmaßnahme. Jede Realisierung wird aus dem konkreten Ort, den Beteiligten und den jeweiligen Schutzanforderungen entwickelt.

Keine Therapie

Abgrenzung

HEALTHY ist keine medizinische, therapeutische oder pflegerische Behandlung.

CMG diagnostiziert nicht, behandelt keine Erkrankungen und ersetzt keine fachliche Versorgung.

Das Werk verspricht nicht, Stress zu reduzieren, Beschwerden zu lindern, Resilienz zu steigern oder Menschen belastbarer zu machen.

Es schafft einen zusätzlichen künstlerischen Erfahrungsraum, in dem das Verhältnis von Körper, Wahrnehmung, Material, Raum und Handlung untersucht werden kann.

Nicht

CMG verbessert die körperliche oder psychische Gesundheit.

Besser

CMG entwickelt künstlerische Situationen, in denen körperliche Wahrnehmung vor ihrer vollständigen Bewertung als Leistung, Defizit oder Symptom erneut erfahrbar werden kann.

Schutz und Freiwilligkeit

Schutz und Freiwilligkeit

Arbeiten im Gesundheitskontext erfordern besondere Sorgfalt.

Freiwilligkeit, Zugänglichkeit, Belastungsgrenzen, Datenschutz und der respektvolle Umgang mit körperlicher und psychischer Verletzlichkeit gehören zur Konzeption jeder Realisierung.

Eine Beteiligung muss verweigert, unterbrochen oder verändert werden können. Medizinische und therapeutische Einschätzungen bleiben dort verbindlich, wo sie notwendig sind.

Die künstlerische Offenheit relativiert keine Diagnose und keinen Schutzbedarf.

HEALTHY im Unternehmen

HEALTHY im Unternehmen

Im betrieblichen Gesundheitskontext richtet sich die Arbeit nicht allein an den einzelnen Menschen.

Sie untersucht auch, wie Arbeitsrhythmen, Räume, Sprache, Rollen und institutionelle Erwartungen körperliche Wahrnehmung und Handlung mitformen.

Beschäftigte sollen nicht lernen, immer belastbarer zu werden. Auch die Bedingungen, unter denen Belastung entsteht, können Teil der künstlerischen Situation werden.

HEALTHY individualisiert Gesundheit nicht. Das Wirkfeld untersucht das Verhältnis zwischen Körper und den Bedingungen, in denen er handeln muss.

Zusammenarbeit

Zusammenarbeit

HEALTHY kann in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Gesundheitszentren, Unternehmen, Kommunen, Stiftungen und anderen Orten der Gesundheitsversorgung oder Prävention realisiert werden.

Die Zusammenarbeit beginnt nicht mit einem fertigen Programm. Ausgangspunkt sind der konkrete Ort, die beteiligten Menschen, die vorhandenen Schutzbedingungen und die Frage, die dort künstlerisch untersucht werden soll.